Neu in der Bibliothek


Plötzlich war ein Wuckel da

Uticha Marmon, Anne-Kathrin Behl


Ida ist arm dran. Ihre Eltern haben nämlich ein Wuckel angeschleppt. Und dieses Wuckel spuckt. Es hat eine grässliche Glatze. Und brüllt Tag und Nacht. Kurzum: Das Wuckel hat sich eingenistet, und alles dreht sich nur noch um das neue Familienmitglied. Aber dann merkt Ida, dass ein Wuckel doch für etwas gut ist. Man kann ihm nämlich ziemlich gut die Schuld in die Schuhe schieben. Eine Schlammparty in der Küche? Das Wuckel war’s! Und die Wasserfarbe an der Wand? Sowas fällt nur einem Wuckel ein. Selbst schuld also, wenn man sowas anschafft. Oder ist ein Wuckel doch gar kein so schlimmes Ding?
Ein charmantes Bilderbuch über die großen Veränderungen im kleinen Kinderleben und den Umgang mit einem neuen Geschwisterkind. 


Frida Kahlo und die Farben des Lebens

Caroline Bernard

 

Mexiko, 1925: Frida will Ärztin werden, ein Unfall macht dies zunichte. Dann verliebt sie sich in das Malergenie Diego Rivera. Mit ihm taucht sie in die Welt der Kunst ein, er ermutigt sie in ihrem Schaffen – und er betrügt sie. Frida ist tief verletzt. Im Wissen, dass Glück nur geborgt ist, stürzt sie sich ins Leben. Die Pariser Surrealisten liegen ihr genauso zu Füßen wie Picasso und Trotzki. Frida geht ihren eigenen Weg, ob sie mit ihren Bildern Erfolge feiert oder den Schicksalsschlag einer Fehlgeburt hinnehmen muss – doch dann wird sie vor eine Entscheidung gestellt, bei der sie alles in Frage stellen muss, woran sie bisher geglaubt hat.

 


 

 

 

Geliebte Freundin: Meine geheimen Jahre mit Helmut Kohl

Beatrice Herbold, Katrin Sachse

 

Saumagen war nicht sein Leibgericht, und das Bild des emotionslosen Machtmenschen ist nur eine Seite. Beides steht jedoch exemplarisch für so vieles, was über den sechsten deutschen Bundeskanzler in der Öffentlichkeit kursiert, gesagt und behauptet wird. Beatrice Herbold kennt einen anderen Helmut Kohl. Sie hat ihn geliebt und durfte erfahren, dass er so viel mehr war als der Kanzler der Einheit, der politische Fels in der Brandung, den alle in ihm gesehen haben.

Beatrice Herbold schildert in Geliebte Freundin ihre außergewöhnliche Liebesbeziehung zu Bundeskanzler Helmut Kohl, den sie 1990 während eines Urlaubs in Bad Gastein kennenlernte. Sie war Kohls Jungbrunnen und seine Vertraute, bei der er sich anlehnen konnte – er, der mächtige Mann. Und er dankte es ihr auf seine Art, unterstützte sie bei ihrer Scheidung, ebnete ihr den beruflichen Weg und gab ihr lange das Gefühl, in seinem Leben einen festen Platz zu haben. Als die Macht Kohls bröckelte, zerfiel auch nach und nach ihre Liebe. Den Todesstoß versetzte ihr die Spendenaffäre, die aus dem mächtigen Mann einen müden Krieger machte, der sich mehr und mehr zurückzog. Beatrice Herbold blieb loyal an seiner Seite, war nach wie vor Vertraute und mischte sich zum ersten Mal in seine politischen Angelegenheiten ein. Vielleicht war es das, was ihn bewegte, den Kontakt irgendwann abzubrechen. Ihre Liebe zu diesem Mann blieb jedoch in ihrem Herzen, und wenn sie heute von ihm erzählt, dann auf eine sehr respektvolle Weise, so wie Menschen von einem verlorenen Freund erzählen.


Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Andrea Wulf

 

Was hat Alexander von Humboldt, der vor mehr als 150 Jahren starb, mit Klimawandel und Nachhaltigkeit zu tun? Der Naturforscher und Universalgelehrte, nach dem nicht nur unzählige Straßen, Pflanzen und sogar ein »Mare« auf dem Mond benannt sind, hat wie kein anderer Wissenschaftler unser Verständnis von Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem vom Winzigsten bis zum Größten alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind, geprägt. Die Historikerin Andrea Wulf stellt in ihrem vielfach preisgekrönten (u.a. mit dem Bayerischen Buchpreis) Buch Humboldts Erfindung der Natur, die er radikal neu dachte, ins Zentrum ihrer Erkundungsreise durch sein Leben und Werk. Sie folgt den Spuren des begnadeten Netzwerkers und zeigt, dass unser heutiges Wissen um die Verwundbarkeit der Erde in Humboldts Überzeugungen verwurzelt ist. Ihm heute wieder zu begegnen, mahnt uns, seine Erkenntnisse endlich zum Maßstab unseres Handelns zu machen – um unser aller Überleben willen.